Es genügt nicht, eine Konstruktion auszuwählen und diese dann mit Glas zu verkleiden, um ein Mehrfeldgewächshaus für das lokale Klima zu errichten. Die Planung sollte von Anfang an durch die Berücksichtigung von Temperatur, Niederschlag, Wind, Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit und jahreszeitlichen Veränderungen beeinflusst werden. Die Zusammenarbeit mit einem zuverlässigen Hersteller von Mehrfeldgewächshäusern ist hierbei wichtig. Denn Hersteller von Mehrfeldgewächshäusern können Ihnen die passenden Lösungen für Ihr lokales Klima bieten.
Die erste Gestaltungsregel sollte sich am Standort orientieren und nicht an einem typischen Gewächshausdesign. Eine praxisorientierte Planung berücksichtigt das lokale Wetter, die exponierte Fläche, die anzubauenden Pflanzen und die im Laufe des Jahres zu kontrollierenden Bedingungen.
Prüfen Sie die typischen Tages- und Nachttemperaturen sowie saisonale Extremwerte. Die Planung sollte Perioden mit hohen und niedrigen Temperaturen berücksichtigen und sich nicht nur auf Jahresdurchschnittswerte stützen.
Diese Bedingungen beeinflussen die Anforderungen an Belüftung, Kühlung, Heizung, Abdeckung und Isolierung. Auch die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sollten bei der Auswahl von Klimageräten berücksichtigt werden.
Der Wind beeinflusst die Gewächshauskonstruktion, die Abdeckung, die Belüftung, das Fundament und die Verankerung. Offene Standorte, höher gelegene Gebiete und Regionen in der Nähe großer Gewässer können stärker dem Wind ausgesetzt sein.
Die Konstruktion muss auf die erforderlichen örtlichen Windlasten ausgelegt sein. Auch nahegelegene Gebäude, Bäume, Zäune und Hänge sollten berücksichtigt werden, da sie die Windrichtung und die Exposition um das Gewächshaus herum beeinflussen können.
Starkregen kann zu höherer Luftfeuchtigkeit und Problemen bei der Wasserbewirtschaftung führen. Die Konstruktion sollte eine gute Dachentwässerung und -belüftung sowie ausreichend Abstand zwischen Pflanzen und stehendem Wasser gewährleisten.
In feuchten Klimazonen spielt die Luftzirkulation eine noch größere Rolle. Die Belüftung sollte die Luftfeuchtigkeit reduzieren und das Klima für die Pflanzen aufrechterhalten.
Die Entwässerung im Umfeld des Gewächshauses ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Eine zu tiefe und unzureichende Entwässerung um Fundamente und Zufahrten kann zu Wartungsproblemen führen und die Betriebsabläufe erschweren.
Die Sonne beeinflusst das Pflanzenwachstum, die Wärmeentwicklung sowie den Bedarf an Beschattung und/oder Zusatzbeleuchtung. Bei der Planung sollten daher die solaren Gegebenheiten berücksichtigt werden, bevor die Ausrichtung des Gewächshauses und die Art der Abdeckung festgelegt werden.
Oftmals werfen andere Gebäude, Bäume, Hügel und Bauwerke in der Umgebung unerwünschten Schatten. Diese Hindernisse sollten im Rahmen der Standortanalyse vor Baubeginn identifiziert werden.
Die Temperatur ist zwar wichtig, sollte aber nicht der einzige Faktor bei der Bestimmung der Lichtverhältnisse sein. Intensive Sonneneinstrahlung kann jedoch die Innentemperatur erhöhen, und unzureichende Sonneneinstrahlung im Winter kann eine angepasste Strategie hinsichtlich Abdeckung und Klimatisierung erforderlich machen.
Bei der Bestimmung der Größe und Kapazität von Gewächshausanlagen sollten Klimadaten berücksichtigt werden. Die alleinige Betrachtung durchschnittlicher Wetterbedingungen kann dazu führen, dass die Anlagen für extreme Wetterperioden zu klein dimensioniert sind.
Bei der Planung sollten die zu erwartenden heißesten und kältesten Perioden, starke Winde, Starkregen und jahreszeitliche Schwankungen der Sonneneinstrahlung berücksichtigt werden. Diese Bedingungen können den erforderlichen Lüftungsbereich, die Heizleistung, das Kühlsystem, die Überdachung und die Tragwerksplanung beeinflussen.
In einem mehrschiffigen Gewächshaus beeinflusst der Regen die Dachentwässerung. Dachrinnen, Fallrohre, Sammelrohre und die Entwässerung des Geländes sollten entsprechend der Dachfläche und der zu erwartenden Niederschlagsmenge dimensioniert werden.
In Gebieten mit starken Regenfällen sollte das Entwässerungssystem regelmäßig auf Überlauf und Zugänglichkeit für Reinigungsarbeiten überprüft werden. Wasseransammlungen um Fundamente, Eingänge oder Produktionsbereiche sind unbedingt zu vermeiden.
Windverhältnisse beeinflussen die Tragkonstruktion, Verbindungen, Befestigung der Abdeckung, Fundamente und Verankerung. Die Konstruktion sollte anhand der erforderlichen lokalen Windlasten ausgelegt werden, anstatt für jeden Standort die gleichen Spezifikationen zu verwenden.
Die Ausrichtung und Position des Gewächshauses sollten auch im Hinblick auf umliegende Gebäude, Bäume, Hänge und andere Merkmale, die die Windexposition beeinflussen können, überprüft werden.
Wird die Klimatisierung erst nachträglich in die Gewächshauskonstruktion integriert, verteuert und verkompliziert dies den Betrieb. Die Klimatisierung sollte von Anfang an in die Konstruktion eingeplant werden. Die Wahl des Zeitpunkts für Belüftung, Beschattung, Heizung, Kühlung und Umweltüberwachung hängt von den lokalen Umweltbedingungen und der angebauten Kulturpflanze ab.
Untersuchen Sie, wie die Belüftung unter Berücksichtigung von Hitze und Feuchtigkeit gestaltet werden kann. Erörtern Sie die Belüftung im Zusammenhang mit Hitze und Feuchtigkeit.
Überschüssige Hitze und Feuchtigkeit können durch natürliche Belüftung abgeführt werden, sofern keine äußeren Hindernisse bestehen. Öffnungen für Dach- und Seitenlüftungen sowie Luftstromwege sollten geschaffen werden, um eine gleichmäßige Luftzirkulation über den Pflanzen zu gewährleisten.
Die Lüftungsleistung kann in wärmeren Klimazonen höher sein. Öffnungen in kälteren Klimazonen sollten so gestaltet sein, dass sie eine Regulierung ermöglichen und gleichzeitig unerwünschten Wärmeverlust minimieren.
Bei der Planung der Belüftung muss auch die Pflanzendichte berücksichtigt werden. Je dichter die Bepflanzung im Gewächshaus ist, desto stärker und gleichmäßiger muss die Luftzirkulation sein als in einem Bereich mit weit auseinander stehenden Pflanzen.
In heißen Klimazonen reicht die natürliche Belüftung oft nicht aus. Je nach Kulturpflanze und lokalen Gegebenheiten sollten Landwirte Beschattungssysteme, Verdunstungskühlung, Ventilatoren oder andere Maßnahmen zur Minderung von Hitzestress in Betracht ziehen.
Bei der Konstruktion sollten die Auswirkungen der Kühlanlage auf die Luftfeuchtigkeit berücksichtigt werden. Eine niedrige Temperatur bei gleichzeitig zu hoher Luftfeuchtigkeit kann zu weiteren Produktionsproblemen führen.
Der Standort der Kühlgeräte ist ebenfalls sehr wichtig. Der Anbauraum sollte gut belüftet sein und keine kalten oder warmen Bereiche aufweisen.
Ein klarer Plan zur Aufrechterhaltung einer angemessenen Temperatur für die Pflanzen in Gewächshäusern in kalten Klimazonen ist unerlässlich. Die Größe und Eigenschaften des Gewächshauses, die lokalen Klimabedingungen im Winter und die anzubauenden Pflanzenarten sollten zur Bestimmung der Heizleistung herangezogen werden.
Eine gute Luftzirkulation ist ebenfalls wichtig, da sich warme Luft unter dem Dach stauen kann. Eine ausreichende Luftzirkulation trägt dazu bei, die Wärme zu verteilen und kalte Ecken im Anbaubereich zu minimieren.
Für den gewerblichen Betrieb sollte neben der Heizleistung auch die Heizungsregelung berücksichtigt werden. Eine automatische Temperaturüberwachung kann dazu beitragen, übermäßigen Energieverbrauch bei wechselnden Außenbedingungen zu vermeiden.
Die Abdeckung beeinflusst Lichtdurchlässigkeit, Wärmespeicherung, Haltbarkeit und Klimaregulierung. Die richtige Wahl hängt von den klimatischen Bedingungen, den Bedürfnissen der Kulturpflanzen, der gewünschten Lebensdauer und dem Budget ab.
Ein Anbauer in einer heißen, lichtreichen Umgebung konzentriert sich beispielsweise auf die Wärmeregulierung und die Lichtverteilung. Für einen Anbauer in einem kälteren Klima sind hingegen der Isolationswert und die Wärmespeichereigenschaften möglicherweise wichtiger.
Dies hängt auch von den zu erwartenden Betriebsbedingungen ab. Wartungsaufwand und Nutzungsdauer der Materialien in einem Gewächshaus werden durch starke Sonneneinstrahlung, Temperaturschwankungen, Starkregen und Wind beeinflusst.
In einem modernen Gewächshaus lassen sich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht und andere Wachstumsbedingungen mithilfe von Sensoren überwachen. Weichen die Klimabedingungen vom Sollwert ab, können automatische Steuerungen Lüftungsöffnungen öffnen oder schließen, Ventilatoren einschalten, Schattierungsmaterialien ein- oder ausschalten und/oder Bewässerungsanlagen oder Klimageräte bedienen.
Für den kommerziellen Betrieb sollten diese Aspekte bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Schwierige Konstruktionskonflikte mit den Geräteanforderungen werden durch einen Hersteller von Mehrfeldgewächshäusern minimiert.
Die Bedürfnisse der jeweiligen Kulturpflanze sollten die endgültige Bekämpfungsstrategie bestimmen. Tomaten, Blattgemüse, Blumen, Setzlinge und Sonderkulturen können unterschiedliche Anforderungen an Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht, Pflanzabstand und Luftzirkulation stellen.
Die Produktionsmethode sollte vor der endgültigen Festlegung des Layouts ebenfalls berücksichtigt werden. Bodenanbau, Substratkultur und Hydrokultur können unterschiedliche interne Anordnungen, Bewässerungssysteme, Entwässerungspläne und Abstände zwischen den Geräten erfordern.
Wie wähle ich das richtige Gewächshausdesign für mein Klima?
Beginnen Sie mit den lokalen Bedingungen wie Temperatur, Wind, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Jahreszeit. Passen Sie dann die Struktur und die Klimasysteme an die angebauten Pflanzen und den Produktionsplan an.
Funktioniert ein Gewächshaus mit mehreren Feldern in heißen Klimazonen?
Ja, aber die Konstruktion sollte für ausreichende Belüftung, Beschattung, Kühlung und Luftzirkulation sorgen. Die genaue Kombination hängt von den örtlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen ab.
Abschluss
Ein erfolgreiches Mehrfeldgewächshaus sollte auf das Klima reagieren, anstatt es in ein starres Design zu pressen. Durch die gemeinsame Planung von Struktur, Abdeckung, Belüftung, Kühlung, Heizung, Bewässerung und Steuerungssystemen können kommerzielle Anbauer ein stabileres Produktionsumfeld schaffen.
Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Hersteller von Mehrfeldgewächshäusern kann den Planungsprozess vereinfachen, da strukturelle und umweltbezogene Anforderungen gemeinsam berücksichtigt werden können. Die stabilste Konstruktion ist nicht einfach die größte oder am stärksten automatisierte, sondern diejenige, die zum lokalen Klima, den angebauten Pflanzen, dem Standort, dem Betriebsmodell und den langfristigen Unternehmenszielen passt.